Zurück zu den Wurzeln: Ein Neuanfang nach dem Burnout

Es gibt Momente im Leben, die uns innehalten lassen und die Frage aufwerfen: Wo bin ich eigentlich geblieben? Die letzten Jahre haben für viele von uns eine Zeit des Umbruchs, der Unsicherheit und des ständigen Anpassens an neue Herausforderungen bedeutet. Die Corona-Pandemie war ein einschneidendes Ereignis, das viele von uns aus der Bahn geworfen hat – auch mich. Es war eine Zeit der Isolation und der intensiven Reflexion, aber auch der Überforderung, als wir zurück in den „normalen“ Alltag fanden und alles auf einmal zu viel wurde.

Für mich persönlich begann es nach der Pandemie mit einer Spirale aus Arbeit, sozialen Events und einem ständigen Antrieb, etwas zu „erreichen“. Ich wollte immer mehr, konnte nicht wirklich abschalten und fand mich schnell in einem Zustand von Stress und Erschöpfung wieder. Der Funke des Burnouts Anfang des Jahres war nur die logische Konsequenz dieser Überlastung. Es war der Moment, in dem ich nicht nur körperlich, sondern auch mental zusammenbrach.

Der Moment des Innehaltens

Der Burnout war zunächst ein schmerzhafter Weckruf. Für eine lange Zeit hatte ich mich selbst in den Hintergrund gestellt – meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Werte. Der Alltag war dominiert von einer Art funktionalem Überleben: Arbeit, Termine, Veranstaltungen, Verpflichtungen – alles lief wie auf Autopilot. Ich hatte mich zu einem bloßen Akteur in meinem eigenen Leben gemacht, ohne wirklich zu wissen, wer ich war oder was ich brauchte.

Die Therapie, die ich in dieser Zeit begann, half mir, die richtigen Fragen zu stellen. Warum war ich so aus der Balance geraten? Was hatte mich so erschöpft? Und warum war ich eigentlich nicht mehr der Mensch, der ich vor all dem Stress gewesen war? Es dauerte eine Weile, aber irgendwann wurde mir klar, dass ich in der Zeit des „Durchhustlens“ einen großen Teil von mir selbst verloren hatte. Ich hatte mich in der äußeren Welt verloren und meine innere Stimme nicht mehr gehört.

Der Reset-Knopf: Back to the roots

Nach dieser Erkenntnis kam der entscheidende Schritt: der Reset. Wie ein Computer, der zu einem früheren Zustand zurückgesetzt wird, musste auch ich mich wieder „auf Werkseinstellungen“ bringen. Doch was bedeutet das genau? Zurück zu den Wurzeln, zurück zu dem, was wirklich zählt – zu den eigenen Bedürfnissen, zu den eigenen Träumen und zu der eigenen Identität. Es war eine Reise zu mir selbst, und die Frage, die ich mir stellte, war: Wie fange ich an, mich selbst wieder zu finden?

Die Antwort darauf war nicht einfach. Es geht nicht nur darum, wieder mehr Zeit für sich zu haben oder weniger zu arbeiten. Es geht darum, sich zu erinnern, wer man wirklich ist, bevor die äußeren Einflüsse alles übernommen haben. Ich fing an, alte Hobbys wieder zu entdecken, Zeit allein zu verbringen und mich wieder mit den Dingen zu beschäftigen, die mir früher Freude bereitet hatten. Aber vor allem: Ich fing an, mir selbst zuzuhören – ohne das ständige Rauschen der Welt um mich herum.

Kleine Schritte, große Wirkung

Der Weg zurück zu den Wurzeln war kein sofortiger Erfolg. Es war eher eine Reihe von kleinen, aber wirkungsvollen Entscheidungen. Ich entschied mich, weniger zu hetzen, weniger zu planen und mehr im Moment zu leben. Es ging darum, das Tempo zu drosseln und bewusst Momente der Stille zu suchen. Meditation, Spaziergänge, Zeit mit nahen Freunden – all diese Dinge halfen mir, wieder in Einklang mit mir selbst zu kommen.

Es war ein Prozess der Heilung, der mir half, mich von der äußeren Welt zu distanzieren und einen neuen Blick auf das Wesentliche zu entwickeln. Es ging nicht mehr darum, ständig produktiv zu sein, sondern die Qualität der eigenen Erlebnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Ich lernte, dass es nicht nur um das Erreichen von Zielen geht, sondern darum, im Hier und Jetzt zu leben und zu genießen, was wirklich zählt.

Fazit: Der Weg geht weiter

Jetzt, da ich wieder „bei mir“ angekommen bin, kann ich sagen, dass es mir wesentlich besser geht. Der Burnout war ein harter Lehrmeister, aber er hat mir die Augen geöffnet. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, sich selbst zu kennen und auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Heute weiß ich, dass der Weg nicht immer geradeaus führt, aber er führt zu einem besseren Verständnis von mir selbst.

„Back to the roots“ bedeutet nicht, dass ich in die Vergangenheit zurückkehren möchte, sondern dass ich die wesentlichen Dinge wieder schätze und mir bewusst mache, was für mein Wohlbefinden wirklich wichtig ist. Es ist ein fortlaufender Prozess, aber ich bin zuversichtlich, dass ich ihn mit mehr Achtsamkeit und einem klareren Blick auf das Wesentliche weitergehen kann.

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I’m Carla

Ich bin Carla, 34 Jahre alt, Marketing Expert, Content Creatorin und Midsize Model aus Berlin. Ich teile auf meinem Blog alles rund um meine Leidenschaft Mode, aber auch Beauty und Lifestyle-Themen. Ich liebe es, Frauen zu inspirieren – sei es durch neue Trends oder persönliche Einblicke. Begleite mich auf meiner Reise und lass dich von positiven Vibes und authentischem Content mitreissen!

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